Vertragsbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Bedingungen für individuell vereinbarte Leistungen der MPU-Vorbereitung und verkehrspsychologisch orientierten Beratung.
Stand: 16. September 2026. Individuelle Vereinbarungen im jeweiligen Angebot gehen diesen AGB vor, soweit sie von ihnen abweichen.
1. Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter und Vertragspartner ist Florian Paulus, handelnd unter der Projekt- und Markenbezeichnung „Ritter & Paulus“, Kölner Str. 66, 60327 Frankfurt am Main, E-Mail: flofloh122@gmail.com, Telefon: 0162 9077665.
Diese AGB gelten für individuell vereinbarte Leistungen der MPU-Vorbereitung und verkehrspsychologisch orientierten Beratung. Abweichende Individualvereinbarungen im Angebot oder in einer späteren Vereinbarung haben Vorrang.
2. Gegenstand und Grenzen der Leistung
Gegenstand ist die im jeweiligen Angebot bezeichnete Vorbereitung oder Beratung. Dazu können insbesondere Anamnese und Fallanalyse, Aufarbeitung des Delikt- oder Konsumverlaufs, Ursachen- und Veränderungsarbeit, Rückfall- und Risikoprävention, die Besprechung von Unterlagen sowie eine MPU-Simulation gehören.
Bei ärztlichen Eignungsfragen kann der Ablauf einer behördlichen Fragestellung eingeordnet und die Vorbereitung auf Gespräche unterstützt werden. Ritter & Paulus erstellt keine ärztlichen oder fachärztlichen Gutachten. Die angebotenen Leistungen sind keine medizinische Behandlung und keine Psychotherapie.
Ein bestimmtes Ergebnis einer MPU, einer ärztlichen Begutachtung oder einer behördlichen Entscheidung wird nicht geschuldet und nicht garantiert. Begutachtungsstellen und Behörden entscheiden unabhängig.
3. Kostenloses Erstgespräch
Das auf der Website angebotene Erstgespräch dauert 30 Minuten und findet telefonisch oder per Video statt. Es ist kostenlos. Die Buchung eines Erstgesprächs begründet keinen kostenpflichtigen Beratungsvertrag.
Eine Absage oder Umbuchung des kostenlosen Erstgesprächs ist kostenfrei. Um frei werdende Zeiten erneut vergeben zu können, soll eine Änderung möglichst frühzeitig mitgeteilt werden.
4. Zustandekommen kostenpflichtiger Verträge
Nach dem Erstgespräch kann ein individuelles Angebot mit Leistungsumfang und Gesamtpreis übermittelt werden. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt erst zustande, wenn dieses Angebot ausdrücklich in Textform, beispielsweise per E-Mail, angenommen wird oder eine gesonderte schriftliche Auftragsbestätigung erfolgt. Die Buchung im kostenlosen Erstgesprächskalender stellt keine kostenpflichtige Bestellung dar.
Bei Verbraucherverträgen im Fernabsatz werden die gesetzlich erforderlichen Verbraucherinformationen einschließlich der Informationen zum Widerrufsrecht vor Vertragsschluss beziehungsweise mit der Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger bereitgestellt.
5. Leistungsumfang und Dokumentation
Umfang, Anzahl und Dauer der vereinbarten Gespräche sowie gegebenenfalls weitere Leistungen ergeben sich aus dem individuellen Angebot. Soweit vereinbart, werden wesentliche Gesprächsinhalte und Arbeitsergebnisse schriftlich dokumentiert.
Nach Abschluss kann eine Teilnahmebescheinigung über Umfang und Inhalte der tatsächlich absolvierten Vorbereitung erstellt werden. Sie ist kein Gutachten, ersetzt keine behördliche oder medizinische Bescheinigung und enthält keine Ergebnisgarantie.
6. Preise, Rechnung und Zahlung
Der verbindliche Gesamtpreis oder die vereinbarte Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Die dort ausgewiesenen Endpreise und die Rechnung geben die im konkreten Fall geltende steuerliche Behandlung wieder. Zusatzleistungen werden nur berechnet, wenn sie gesondert vereinbart wurden.
Sofern im Angebot oder auf der Rechnung nichts anderes vereinbart ist, ist eine Rechnung innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug fällig. Als Zahlungswege können Banküberweisung, PayPal und – bei entsprechend vereinbartem persönlichen Termin – Barzahlung genutzt werden. Abweichende Raten- oder Vorauszahlungsvereinbarungen bedürfen einer individuellen Vereinbarung.
7. Termine, Umbuchung und Absage
Kostenpflichtige Termine werden individuell vereinbart. Eine Absage oder Umbuchung ist bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Beginn kostenfrei möglich. Maßgeblich ist der rechtzeitige Zugang der Mitteilung per E-Mail, telefonisch oder über einen ausdrücklich vereinbarten Kommunikationsweg.
Bei einer späteren Absage oder bei Nichterscheinen kann eine Ausfallentschädigung von 100 Euro berechnet werden, wenn der Termin nicht anderweitig vergeben werden konnte. Die Ausfallentschädigung ist auf die für den betroffenen Termin vereinbarte Vergütung begrenzt. Der Kundin oder dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
Bei einer unverschuldeten kurzfristigen Verhinderung, insbesondere einer akuten Erkrankung, wird nach Mitteilung grundsätzlich ein Ersatztermin vereinbart. Gesundheitsdiagnosen sollen hierfür nicht über das allgemeine Kontakt- oder Buchungsformular übermittelt werden.
8. Absage oder Verhinderung des Anbieters
Muss ein vereinbarter Termin durch den Anbieter abgesagt werden, wird möglichst frühzeitig informiert und ein kostenfreier Ersatztermin angeboten. Kann eine bereits bezahlte Leistung nicht nachgeholt oder anderweitig vertragsgemäß erbracht werden, wird die Vergütung für die nicht erbrachte Leistung erstattet. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
9. Online- und Videoberatung
Videotermine werden derzeit über Google Meet durchgeführt. Für die Teilnahme werden ein geeignetes Endgerät, eine ausreichende Internetverbindung sowie eine möglichst ungestörte Gesprächsumgebung benötigt. Alternativ können Termine, soweit fachlich und organisatorisch geeignet, telefonisch durchgeführt werden.
Kann ein Termin aufgrund einer technischen Störung auf Seiten des Anbieters nicht sinnvoll durchgeführt werden, wird ein kostenfreier Ersatztermin angeboten. Bei technischen Schwierigkeiten wird zunächst versucht, das Gespräch auf einem anderen vereinbarten Kommunikationsweg fortzusetzen.
10. Mitwirkung und Unterlagen
Für eine sachgerechte Vorbereitung sollen die für die Fragestellung erforderlichen Schreiben und Unterlagen vollständig und wahrheitsgemäß zur Verfügung gestellt werden. Welche Unterlagen tatsächlich benötigt werden, wird im Einzelfall besprochen. Sensible Unterlagen sollen nicht ungefragt über das allgemeine Kontakt- oder Buchungsformular übermittelt werden.
Verzögerungen oder Einschränkungen, die darauf beruhen, dass erforderliche Informationen oder Unterlagen trotz entsprechender Abstimmung nicht rechtzeitig vorliegen, können den Ablauf der Vorbereitung beeinflussen.
11. Vertragsdauer und Beendigung
Der Vertrag endet grundsätzlich mit der Erbringung der im Angebot vereinbarten Leistungen. Gesetzliche Kündigungs- und Beendigungsrechte bleiben unberührt.
Im Fall einer wirksamen vorzeitigen Beendigung werden die bis dahin vertragsgemäß erbrachten Leistungen nach den gesetzlichen Vorgaben beziehungsweise der wirksamen individuellen Vergütungsvereinbarung abgerechnet. Vorauszahlungen für nicht mehr geschuldete und nicht erbrachte Leistungen werden erstattet, soweit kein Gegenanspruch besteht.
12. Haftung
Für Pflichtverletzungen und Schäden gelten die gesetzlichen Haftungsregelungen. Die fachliche Abgrenzung, dass kein bestimmtes MPU-, Gutachten- oder Behördenresultat garantiert wird, stellt keinen Ausschluss gesetzlicher Ansprüche dar.
13. Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen
Verbraucherinnen und Verbraucher haben bei einem im Fernabsatz geschlossenen Dienstleistungsvertrag grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss, sofern keine gesetzliche Ausnahme eingreift. Die konkrete Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular werden im Zusammenhang mit dem kostenpflichtigen Vertrag in Textform bereitgestellt.
Soll auf ausdrücklichen Wunsch bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der kostenpflichtigen Leistung begonnen werden, wird hierfür eine gesonderte Erklärung eingeholt. Ein etwaiger Wertersatz für bereits erbrachte Leistungen richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen. Das Widerrufsrecht erlischt bei Dienstleistungen nicht allein dadurch, dass ein erster Termin stattgefunden hat.
14. Schlussbestimmungen
Vertragssprache ist Deutsch, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich etwas anderes vereinbart wird. Es gilt deutsches Recht unter Wahrung zwingender Verbraucherschutzvorschriften. Eine ausschließliche Gerichtsstandsvereinbarung zulasten von Verbraucherinnen und Verbrauchern wird nicht getroffen.
Informationen zum Datenschutz finden sich in der Datenschutzerklärung. Anbieterangaben enthält das Impressum.